«In diesem Gebiet braucht man einen langen Kran», sagt Ronny Schnarwyler. Er ist Chauffeur bei der Roman Hürlimann Transporte AG aus dem zugerischen Walchwil, wo wir ihn treffen. Hoch über dem Zugersee liegt die Baustelle, die er heute beliefert. In einem Wohnquartier am Hang wird bei einem Haus der Terrassengarten gestaltet. Dafür braucht es Magerbeton und Kies. Dabei wird sichtbar, warum ein langer Kran in dieser hügeligen Voralpengegend von Vorteil ist. Das Kranfahrzeug sowie der Lastwagen mit dem Material stehen auf der Quartierstrasse, von wo es noch viele Meter steil aufwärtsgeht bis zur Baustelle. «Wir haben oft solche Baustellen am Hang», sagt Ronny Schnarwyler, der den Kran gekonnt von der Terrasse aus steuert, von wo er alles überblicken kann.
Stark und kompakt
Der auf dem Mercedes-Benz Arocs aufgebaute Kran ist ein HIAB iQ.1188 HiPro E-9 mit einem JIB 155 Q-6 Zusatzknickarm. Er gehört zur schweren Baureihe von HIAB. Aber: Obwohl er als 120-tm-Ladekran eingeführt wurde, bietet er die Baugrösse und das Gewicht eines vergleichbaren 90-tm-Krans. Damit ist er gleichermassen stark wie auch kompakt und leicht, was ihn flexibel macht. Hinzu kommt die Reichweite von bis zu 40 Metern, die dem Chauffeur bei vielen Einsätzen sehr nützlich ist, wie das Beispiel Walchwil zeigt. Mit an Bord ist auch die neueste Steuerungselektronik namens Space Evo. Zusammen mit dem fortschrittlichsten Abstützsystem VSL+ sorgt sie für präzises Arbeiten und maximale Flexibilität. Bedient wird alles mit der Fernsteuerung CD 4 mit Farbdisplays, die auch Personalisierungsmöglichkeiten bietet. Der Chauffeur profitiert so von einem sehr hohen Bedienkomfort. Der fünfachsige Mercedes-Benz Arocs ist neben dem Kran mit einem Rückwärtskipper von Zetterbergs ausgestattet.
Seit gut zwei Monaten ist Ronny Schnarwyler schon mit dem neuen Kranfahrzeug unterwegs. «Ich bin sehr zufrieden damit», zieht er eine erste Bilanz. Meistens ist er in der Region unterwegs, rund um den Zugersee. Nur selten macht er nationale Touren. Neben Baumaterial wie heute transportiert er manchmal auch Fenster, Glas, Metallbauelemente oder Barackencontainer. «Von allem etwas», fasst Ronny Schnarwyler zusammen.
Wieder von Notterkran
Auch das Kranfahrzeug, das Ronny Schnarwyler zuvor gefahren ist, wurde von Notterkran aufgebaut, wie einige andere Lastwagen in der vielseitigen Flotte der Roman Hürlimann Transporte AG, die für den harten Arbeitsalltag im Bausektor ausgerichtet ist – und sich offenbar in verschiedensten Situationen bestens bewährt, wie der Einsatz in Walchwil zeigt.
Text: Daniel von Känel
Fotos: Celine Bütler






