Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, dass MAN in Hannover etwas zu enthüllen hatte. Erste Informationen zeigen, dass es sich um einen neuen eTGX handelt, also ums elektrische Flaggschiff aus München. Augenfällig ist die um 120 Millimeter verlängerte, aerodynamisch geformte Front mit einer tiefer heruntergezogenen Frontscheibe. Technisch bietet die neue, im Gewicht unveränderte Batterie eine um 10 % höhere nutzbare Energie. Zudem wird eine um 20 % höhere Rekuperationsleistung ermöglicht. Das bedeutet bei einer 4x2-Zugmaschine mit sechs Batteriepacks (552 kWh, bisher 534 kWh) eine Reichweite von bis zu 660 km und somit rund 100 km mehr als bisher. Bei der 6x2-Version kann neu werksseitig (bislang Nachrüstung) ein zusätzliches, siebtes Batteriepack hinter dem Fahrerhaus platziert werden, was die Kapazität auf 644 kWh (bisher 623 kWh) erhöht - die Reichweite wird mit bis zu 720 km angegeben.
MAN erweitert das Leistungsspektrum seiner E-Trucks um eine neue Topversion. Bislang gab es in eTGS und eTGX E-Motoren mit 245 kW (333 PS), 330 kW (449 PS) und 400 kW (544 PS). Der neue, zusätzliche Spitzenantrieb leistet nun 440 kW (598 SP).
Noch lässt MAN die Katze bezüglich dem neuen Design nicht ganz aus dem Sack. Die wichtigsten Änderungen sind die tiefer nach unten gezogene Windschutzscheibe mit entsprechend angepasstem Armaturenbrett sowie ein Trottoirfenster auf Beifahrerseite. Beides sorgt für eine bessere Direktsicht auf die Lkw-Umgebung. Daneben kommen die neusten Sicherheitsassistenten zum Einsatz, welche die Sicherheit für Chauffeur und Verkehrsteilnehmende zusätzlich erhöhen. Übrigens können alle schweren E-Lastwagen von MAN seit diesem Sommer auch mit Megawatt-Charging MCS geordert werden, mit welcher Ladeleistungen von bis zu 750 kW möglich sind und eine Ladepause im Idealfall in eine Lenkzeitpause hineinpasst.
Wir gehen im Detail in der Routiers-Ausgabe 8/2026 auf den neuen MAN eTGX ein.
Text: Martin Schatzmann
Fotos: MAN




